ACTA – Fesseln für das Internet

09. April 2012

Das Internet ist gewissermassen ein rechtsfreier Raum. Mit dem neuen Handelsabkommen ACTA soll sich nun alles ändern. Doch was ist ACTA? Was beinhaltet dieses Abkommen? Und wie wird unsere Zukunft im Internet aussehen, wenn ACTA umgesetzt wird?

ACTA, eine Abkürzung die mittlerweile fast täglich in den Zeitungen und im Internet auftaucht. Es handelt sich dabei um das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), auf Deutsch: Das Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen welches zur internationalen Bekämpfung von Produktepiraterie und Urheberverletzungen dienen sollte. Das Abkommen verplichtet die unterzeichnenden Staaten, Gesetze zu erlassen, die den Schutz vom geistigen Eigentum stärken. Geistiges Eigentum umfasst eigentlich fast alles, was mit einem Copyright markiert ist. Darunter fällt z.B. Musik, Marken, Filme, Kunst und Patente.

Weltweit wird aber zurzeit gegen das Abkommen demonstriert. Dies besonders, weil das Abkommen unter Auschluss der Öffentlichkeit entstanden ist und das Ziel hat, verschiedene Lobbies (u.a. Musik- und Pharmaindustrie), die am Abkommen mitgearbeitet haben, gezielt zu beschützen, damit sich diese bereichern können. Stossend ist auch, dass in keinem Land das Volk das letzte Wort hat, ob dieses Abkommen nun unterzeichnet wird.

Die Leute haben nicht vor ACTA Angst, denn das Abkommen an sich ist nur ein Dokument, welches die institutionellen und prozessrechtlichen Fragen regelt. Sie haben Angst vor den ungewissen Folgen dieses Abkommens und im Zusammenhang damit, die Einschränkung des – bis heute noch – freien Internets. Denn mit der Unterzeichnung kann der erste Schritt zur legitimierten staatlichen Kontrolle über das Internet ermöglicht werden. Ob dies wirklich eintritt, kann heute noch nicht gesagt werden. Aber wollen wir es wirklich darauf ankommen lassen?

Ich sage entschieden NEIN zu ACTA, denn das Abkommen dient dazu,

  • dass die Film- und Musikindustrie ihre Profite sichert und in Kauf nimmt, Innovation zu hemmen. Denn neue Ideen basieren auf bereits existierenden, die wiederum urheberrechtlich geschützt sind.
  • dass Pharma- und Saatguthersteller auf ihren Patenten sitzenbleiben können und somit günstige Generika verunmöglichen, die in Drittweltländern dringend benötigt werden.
  • dass das Volk gezielt umgangen wird bei den Entscheidungen, wie die Zukunft des Internet aussehen soll.
  • dass die Staaten das Internet kontrollieren und Zensur betreiben können.

Am 9. Juni 2012 werden in mehreren Städten in Europa Demos stattfinden gegen ACTA. Denn am 12. Juni  wird im Europäischen Parlament über das Abkommen befunden. In der Schweiz wurde die Ratifizierung lediglich aufgeschoben. Doch bis das Abkommen definitiv auf dem Tisch in Bern bereitliegt, heisst es Zeichen setzen, mithilfe von Demos und Aktioen. Denn wer will schon ein Internet in Fesseln? Kämpfen wir gemeinsam gegen ACTA und legen es ad acta!

Drei Erfolge

16. March 2012

Am letzten Sonntag wurde mit den Gemeindewahlen der Wahlmarathon abgeschlossen.  Für die nächsten 3 Jahren können sich die Stimmbürger entspannt zurücklehnen was die Wahlen betrifft. Doch wie habe ich abgeschnitten? Einen kurzen Rückblick.

Drei Kandidaturen -  drei Erfolge. So lässt sich das äusserst erfreuliche erste Quartal im Jahr 2012 zusammenfassen. Neben den Gemeindewahlen, habe ich mich auch parteiinternen Wahlen gestellt.

SP Oberwil: Da die bisherige Präsidentin Ursula Wyss Thanei nicht mehr zur Wahl antrat, wurde die Stelle des Präsidenten frei. Durch mein bisherigen Engagement als Vizepräsident, konnte ich einen guten Einblick in die Arbeit des Präsidiums werfen und entschloss mich dann auch kurzerhand, für diese spannende Aufgabe zu kandidieren. In der Wahl wurde ich einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

JUSO Baselland: Bei der JUSO trat ebenfalls der bisherige Präsident Florian Schreier nicht mehr an. In einem spannenden Wahlkampf wurde ich schliesslich zum neuen Präsidenten der JUSO Baselland gewählt.

Gemeindekommission Oberwil: Die grösste Überraschung der drei Kandidaturen hat auch die grössten Auswirkungen. Durch meine Wahl in die Gemeindekommission, hat die SP Oberwil einen Sitz dazu gewonnen während die FDP einen abgeben musste. Gesamthaft hat nun die SP drei Sitze von den 15 in der Gemeindekommission. Selber habe ich mit dem zehntbesten Resultat sehr gut abgeschnitten. Auf alle Fälle war es ein überraschendes Ergebnis für mich.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Leuten bedanken, die mich gewählt und unterstützt haben! Jetzt geht es nämlich richtig los: Probleme müssen gelöst und Kompromisse gefunden werden. Aber ich freue mich natürlich auf die spannenden Aufgaben, die auf mich zukommen werden.

Für Oberwil. Für die Jugend.

17. February 2012

Adrian Mangold, geb. 1988, kandidiert für die Gemeindekommission, Liste 2

Als Jungpolitiker und Bürger von Oberwil liegt mir das Wohl der Gemeinde und der Jugend sehr am Herzen. Wenn wir eine gute Zukunft für Oberwil haben wollen, müssen wir in die Jugend investieren – auch politisch. Seit 18 Jahren wohne ich hier im Dorf und seit 5 Jahren bin ich in der Politik aktiv. Dabei setze mich stark für die Jugend ein. Neben meinem Jura Studium bin ich in der Jugendkommission (JuKo) in Oberwil und im Jugendrat Baselland aktiv.

Auf politischer Ebene ist die Jugend in der JuKo vertreten, doch das alleine reicht nicht aus. Denn die Folgen der Entscheidungen, die heute in der Politik getroffen werden, müssen wir jungen Erwachsenen später tragen. Genau deswegen braucht es einen neuen Vertreter der jungen Generation in der Gemeindekommission. Diesen Missstand können sie mit Ihrer Stimme ändern! Denn nur zusammen mit allen Generationen können wir eine gute Zukunft für Oberwil schaffen.

Für alle statt für wenige.

(Beitrag für den BiBo vom 16.02.2012)

Plakatloses Oberwil

15. February 2012

Die Nationalratswahl 2011 wird als eine Plakatschlacht in die Geschichte eingehen – besonders im Kanton Baselland. 4 Monate später stehen im Baselbiet in den Gemeinden bereits wieder Wahlen vor den Türen. Doch in Oberwil sieht man keine wilde Plakate: Was ist hier passiert?

Ein kurzer Rückblick: Nationalratswahlkampf im September, die Strassen sind mit Plakaten von allen Parteien zugepflastert. Da es im Baselbiet in grossen Teilen keine Regelung von Plakatwerbung gibt, fällt die Wahlwerbung am Strassenrand schlimmer aus als in anderen Kantonen. Selbst das 10vor10 zeigte einen kurzen Beitrag über den Sonderfall “Baselland”. Kurz zusammengefasst: Die Leute hatten durch diesen Überfluss an Plakaten die Nase voll.

Nach den Wahlen fand eine Sitzung in Oberwil mit allen Parteipräsidenten der Ortssektionen statt. In Hinblick auf die verherrenden Situation bei der Verkehrsicherheit bezüglich den vielen “wilden” Plakaten einigten sich alle Parteien darauf, keine Plakate auf öffentliche Grund zu stellen. Stattdessen stellt die Gemeinde an 10 Standorten Ständer auf mit Plakaten von allen Parteien. Dabei unterzeichneten alle Parteipräsidentinnen und Präsidenten eine schriftliche Erklärung. Ausgenommen sind natürlich die Abstimmungsplakate.

Diese Vereinbarung führte dazu, dass es einerseits für alle Parteien gleich lange Spiesse gibt bezüglich Propaganda auf der Strasse, anderseits wurde damit ein Plakatwald verhindert, bei dem ohnehin nur die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. Persönlich begrüsse ich diese Einschränkung der Parteiwerbung. Schliesslich haben es die letzten beiden Wahlen gezeigt, dass möglichst viele Plakate nicht zwingend ein Erfolg hervorrufen.

 

Wieder Wahlkampf

13. February 2012

Der März naht und die Wahlkampfsaison ist wieder eröffnet. Die letzten Wahlen dieses Zyklus stehen an: Die Gemeindewahlen. Danach ist für drei Jahre wieder Ruhe. Gewählt werden in Oberwil die Gemeindekommission und der Gemeinderat.

Selber bin ich auf der Liste für die Gemeindekommission der SP (Liste 2). Für mich sind es bereits die zweiten Gemeindewahlen, denn vor vier Jahren habe ich mich das erstes Mal von einer Partei aufstellen lassen. Damals hat es leider nicht gereicht. Mit 623 Stimmen bin ich nur auf dem fünften Platz gelandet. Jetzt, vier Jahre später, habe ich die Chance besser abzuschneiden und habe natürlich Ambitionen, gewählt zu werden. Am 11. März werden wir es sehen, ob es mir gereicht hat oder nicht. In den nächsten Tagen werde ich noch einen Beitrag für den Birsigtaler Bote hier präsentieren.

Nicht vergessen: Am 11. März 2012 sind Gemeindewahlen in Oberwil: Unbedingt Liste 2 (SP) einwerfen!

Bald wird wieder geschlumpft

08. December 2011

Zauberformel, Konkordanz, Opposition. Die Bundesratswahlen am 14.Dezember werden mit Hochspannung erwartet und übetreffen vermutlich die Wahlen von 2007 an Brisanz. Doch wie werden die Wahlen ausgehen? Eine kleine Prognose.

Seit letztem Sonntag ist es klar: Das Parlament ist komplett. Und auch seit letzten Donnerstag ist es klar, wer die SVP neben dem amtierenden Bundesrat Ueli Maurer ins Rennen schickt: Jean-François Rime und Bruno Zuppiger. Nichts mit Caspar Baader. Nichts mit Christoph Mörgerli. Die Fundamentalisten bleiben aussen vor. Auch die SP hat bereits ihr Zweierticket nominiert. Alain Berset und Pierre-Yves Maillard sollen um den freiwerdenden Bundesratssitz von Micheline Calmy-Rey kämpfen. Fünf Bundesräte werden höchstwahrscheinlich die Bundesratswahlen ohne Probleme überstehen. Einer von den zwei restlichen Sitze wird freiwillig geräumt. Der zweite muss vermutlich Platz machen.

Doch kurz einen Rückblick in die Vergangenheit. Vor vier Jahren erreichte die SVP in den Parlamentswahlen ein Bestergebnis. Alle anderen Parteien büssten massiv an Prozenten ein. Aber dann der Eklat an den Bundesratswahlen: Anstatt Blocher wird Eveline Widmer-Schlumpf – eine total unbekannte Politikerin auf nationaler Ebene – überraschend gewählt. Nach einem Tag Bedenkzeit nimmt sie das Bundesratsamt an. Kurz darauf wird ihre SVP Sektion aus der Partei verbannt. Aus den Verbannten wird die BDP (Bürgerlich Demokratische Partei). Für kurze Zeit hat die BDP sogar zwei Bundesräte, da Samuel Schmid auch mit seiner Sektion aus der SVP verstossen wurde. Seitdem hat die SVP den Sitz von Schmid wieder zurückgeholt (mit Ueli Maurer). Der von Eveline Widmer Schlumpf bleibt in fester Hand der BDP. Und das ist am 14.Dezember 2011 genau der Problempunkt.

Doch wie stehen die Parteien zu dieser Problematik?

SVP

Die “Volkspartei” droht mit Unterbrechung der Bundesratswahlen, sollte der Fall eintreten, dass Widmer-Schlumpf wieder gewählt wird. Und gleichzeitig will man den SP-Sitz als Strafe angreifen. Doch in den letzten Tagen geriet der Bundesratskandidat der SVP Bruno Zuppiger arg in Schieflage durch einen von der ”Weltwoche” aufgedeckten “Bereicherungsgeschäft”. Ausgerechnet das SVP-freundlichste Blatt in der Schweiz.

FDP

Die Wirtschaftspartei erlitt an den Wahlen ein herbe Niederlage. Jetzt versucht sie ihren Anspruch auf 2 Sitze im Bundesrats mit der Konkordanz zu begründen. Dass heisst für die FDP: Die stärksten drei Parteien erhalten je zwei Sitze und die vierte einen. Das würde der FDP ihre zwei Sitze retten. Doch die anderen Parteien sehen diesen Anspruch nicht.

CVP/BDP/GLP

Die CVP und die “neue Mitte” stützt die BDP-Bundesrätin Widmer-Schlumpf und CVP-Vertreterin Leuthard.

SP/Grüne

Die linke Kraft im Parlament will ihre zwei Sitze im Bundesrat halten. Gleichzeitig stellt sich die SP klar hinter Widmer-Schlumpf. Einzelne Vertreter sehen auch einen Anspruch der SVP auf einen Bundesratsitz, sofern ein geeigneter Kandidat vorhanden ist. Darunter muss vermutlich die FDP leiden.

Fazit

Ich persönlich finde den Anspruch der FDP auf zwei Sitze lächerlich. Die Partei hat an den letzten Wahlen massiv Prozente eingebüsst und liegt nur noch knapp vor der CVP. Das gebetmühlenartige Runterbeten von Konkordanz und Zauberformeln macht den Anspruch auch nicht glaubhafter. Eine echte Konkordanz würde keine zwei Sitze für die FDP bedeuten. Die Prognose von mir: Die SVP wird auf Kosten der FDP einen Sitz gut machen, die BDP behält ihren Sitz und ein neuer SP-Vertreter wird in die Landesregierung gewählt. Doch noch nichts ist entschieden und es könnte am nächsten Mittwoch viel passieren, von einem Unterbruch bis zur glanzvollen Wiederwahl aller amtierenden Bundesräte (und Neuwahl des SP Vertreters).

Konkret mein optimistischer Tipp: 2 SP 2 SVP 1 FDP 1 CVP 1 BDP

Und mein realistischer Tipp: 2 SP 2 FDP 1 SVP 1 BDP 1 CVP

Was denken Sie? Stimmen Sie hier ab:

Wie werden die Bundesratswahlen ausgehen?

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Dezentrales Baselbiet

23. November 2011

Zwei Halbkantone und ein Zentrum. So lässt sich die momentane Situation in den beiden Basler Halbkantonen beschreiben. Ist diese Annahme falsch? Gibt es im Baselbiet wirklich keinen zentralen Ort?

Vor wenigen Tagen stellte ich einem Politiker eine Frage: “Wo ist das Zentrum vom Baselbiet?”, wie aus der Kanone geschossen bekam ich die Antwort: “Selbstverständlich in Liestal”. Doch so selbstverständlich, wie es der Politiker sieht, ist es dann doch nicht. Fragt man die Leute auf der Strasse, kriegt man oft die Antwort “Basel”. Doch wieso diese verschiedenen Ansichten?

Das Baselbiet hat sich vor 178 Jahren vom Stadtkanton getrennt – im Glauben endlich unabhängig zu sein. Jetzt, im Jahr 2011, sieht man nicht viel von der Unabhängigkeit. Die Universität, die alternative sowie die Hochkultur mit Theater und Kunstmuseum, die Hauptsitze von grossen Firmen und das Club-Nachtleben liegen allesamt im Gebiet von Basel-Stadt. Da ist es natürlich logisch, dass für viele Leute das Zentrum des Baselland in der Stadt liegt. Dieses Denken ist besonders bei den unteren Baselbieter verbreitet, während man im oberen Teil des Kantones verzweifelt versucht, Liestal zum “realen” Kantonsort zu machen.

86 Gemeinden zeichnen ein deutliches Bild des Mini-Halb-Kanton. 86 eigenständige Gemeinden, die eine eigene Verwaltung und eine eigene Politik haben. Da kann es kaum einen zentralen Knotenpunkt geben. Dazu muss man noch beachten, dass das Baselbiet in drei Teile gegliedert ist. Unteres Baselbiet (Tendenz: Pro-Basel), oberes Baselbiet (Tendenz: Anti-Basel) und das Laufental (Tendenz: Neutral). Jeder dieser Teile hat eine eigene Ansicht von ihrem Zentrum.

In nächster Zeit sehe ich keine Entschärfung des Problems. Das Baselbiet alleine hatte vermutlich noch nie wirklich ein Zentrum und wird es auch nie haben. Die logische Konsequenz wäre eine Fusion, dann hätte der ländliche Kanton endlich wieder einen Mittelpunkt – in Basel-Stadt.

Fusion von Basel-Stadt mit Baselland?

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Juhui, Geburtstag!

18. November 2011

Vor genau einem Jahr habe ich den ersten Eintrag in meinen Blog gemacht. Und erstaunlich, was damals aus einem simplen Blogspot entstanden ist. Mittlerweile hat auch ein Umzug auf eine eigene Domain mit Server stattgefunden. Doch es wurde nicht nur äusserlich rumgewerkelt, in der Zwischenzeit wurde die Homepage intensiv für den Wahlkampf gebraucht. Im Frühling wurden regelmässig Artikel zu den Landratswahlen geschrieben, im Herbst dann für den Nationalratswahlkampf. Mit fast 40’000 Seitenzugriffe seit Februar (Wechsel auf WordPress) kann eine gute Bilanz gezogen werden. Jetzt heisst es aber auf in ein neues Jahr und neuen Beiträge.

 

Wohin mit dem Baselbiet?

14. November 2011

Es vergeht keine Woche, in der es keine schlechten Schlagzeilen über den Kanton Baselland gibt. Die Sparwut treibt die Regierung zu fragwürdigeren Entscheiden – und löst damit nicht das grundlegende Problem.

Das Sparpaket ist im Baselbiet in aller Munde – und bis jetzt weiss niemand so genau, wo nun das struktuelle Defizit von 180 Millionen Franken eingespart werden sollte. Es wurde zwar im Frühjahr ein Sparpaket mit über 180 Massnahmen vorgestellt, doch nicht eine Partei lies im ersten Durchgang ein gutes Haar an diesem Paket daran. Nach langem Hin und Her wird vermutlich der Landrat das Sparpaket durchwinken, schliesslich kann die Legislative nicht gross etwas bewirken – rund 100 Millionen liegen in der Kompetenz des Regierungsrates. Dass heisst konkret: Das Volk und das Parlament können nichts dagegen unternehmen und nur hoffen, dass die Regierung am richtigen Ort spart. Doch wenn eine Regierung ein 180 Millionen Loch hinbekommt zweifle ich an einem Umschwung! Es braucht eher eine neue und frische Regierung! Doch im Endeffekt muss ohnehin das Volk die Rechnung bezahlen in Form von Steuererhöhungen und drastischen Einsparungen bei den Leistungen.

Nicht nur das Sparpaket alleine sorgt für Schlagzeilen bei den regionalen Medien. Anfangs Jahr lehnte das Baselbieter Volk die Subventionen an das Theater Basel an der Urne ab und lancierte damit einen neuen Kampf zwischen den beiden Halbkantonen Baselland und Basel-Stadt. OK, zugegebenermassen ist der Stadtkanton eher unschuldig, während das Baselbiet immer wieder den Basler an das Bein “pinkelt”. Anfangs schien das Baselbieter Theater-Nein ein Einzelfall zu sein. Mittlerweile kann man jedoch kaum noch von einer harmonischen Zusammenarbeit sprechen. Zuerst wollte man die Uni-Staatsverträge neu beurteilen, dann kam das FHNW (Fachhochschule Nordwestschweiz) Debakel und jetzt will die Regierungsrätin Sabine Pegoraro sogar die U-Abo Subventionen streichen! Das würde zu einer direkten Verteuerung des U-Abos von 70 auf 95 SFr. führen. Im Klartext: Der ÖV wird zum Luxusgut! Ich bin gegen die Streichung der Subventionen, denn das U-Abo ist das erfolgreichste und günstigste ÖV-Abo der Schweiz. Gleichzeitig auch ein Erfolgsprojekt der interkantonalen Zusammenarbeit! Schliesslich soll für alle der öV bezahlbar sein.

Doch zurück zum Kernproblem. Die Ausgangslage im Baselbiet ist schwierig und komplex. Mit nur einer Sparübung ist der Kanton garantiert nicht aus dem Schneider. Es braucht eine Planung für die Zukunft. Es braucht einen Wegweiser für das BaselbietDie Tageswoche analysiert in einem Bericht die Probleme. Sie sieht die Lösung in einer zukünftig detallierten Finanzplanung und in Gemeindefusionen. Ob das nun richtig ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber auf jeden Fall bin ich gespannt, ob die Regierung das Baselbiet wieder auf die Erfolgstrasse führen kann - Denn sonst wird es bald dunkel im Baselbiet.

Sollen die Subventionen für das U-Abo gestrichen werden?

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Ein gutes Resultat!

24. October 2011

Strahlende SP und JUSO Kandidaten am Wahlsonntag!

Gestern war es soweit. Nach mehreren Wochen Wahlkampf ist endlich die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Erleichterung war gross, als zuerst Claude Janiak mit einen sehr guten Resultat seinen Ständeratssitz verteidigt konnte. Paar Stunden später waren auch die bisherige Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer und Nationalrat Eric Nussbaumer wiedergewählt – und das auch mit Glanzresultaten! Die anderen Kandidaten auf der SP und JUSO Liste haben ebenfalls gute Resultate erzielt, so das die SP in Kanton Baselland nur leichte Verluste hinnehmen musste.

Doch heute ist alles anders. Das Facebook Profilbild wird wieder geändert, die Plakate abgehängt und die wenigen überschüssigen Flyer in das Altpapier gelegt. Der Wahlkampf ist wieder vorbei. Doch lange kann man sich nicht ausruhen, denn im kommenden März sind bereits die nächsten Wahlen – auf der Gemeindeebene. Ich freue mich jetzt schon darauf und hoffe dass dann auch ein paar Oberwilerinnen und Oberwiler mir eine Stimme geben werden.

Mit meinem Resultat von 677 Stimmen bin ich sehr zufrieden. Ich bedanke mich bei allen, die für mich gewählt haben! Zwar bin ich nicht gewählt worden, doch durch die Unterlistenverbindungen sind diese 677 Stimmen der SP zugute gekommen!