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Feb 24

Für mehr Jugendkultur!

Erst gerade vorgestern erschien ein Bericht über Jugendliche, die im Bus oder Einkaufszentren “rumhängen”. Was ist die logische Folgehandlung der Betreiber? Man vertreibt die Jugendlichen. Aber nicht nur bei Tageslicht sind die jungen Leute unerwünscht, auch in der Nacht fehlt es oftmals für Oberbaselbieter oder Jugendliche unter 16 an attraktiven Ausgehmöglichkeiten.

Natürlich sage ich jetzt nicht, dass man alles auf dem Silbertablet servieren muss. Die Jugendlichen müssen auch zeigen, dass ein Bedürfnis vorhanden ist. Doch oftmals sind die Jugendlichen (v.a. die Jüngeren) überforderet mit der ganzen Planung, die solch ein Bauprojekt erfordert oder können die benötigte Bewiligung für eine Party nicht einholen, da sie noch nicht volljährig sind. Natürlich gäbe es auch hier Alternativen, wie Infoclick oder man fragt einen Erwachsenen. Doch genau diese Dinge stellen für die Jugendlichen schon eine kleine Schranke dar. Wir müssen unbedingt die ganze Sache vereinfachen, sie so an die Jugendlichen herantragen und sie dazu motivieren selber auch anzupacken. Aber nur mit dem ist das Problem noch lange nicht gelöst. Hier ein paar Ideen, wie man die Jugendkultur im Kanton Baselland fördern kann!

  • Alle Gemeinden sollen einen Jugendtreff unterhalten. Gemeinden, die solch einen Raum nicht bieten können, sollten den Jugendlichen geeignete Alternativen bieten, um sich entfalten zu können oder mit einer Nachbargemeinde eng zusammenarbeiten. Zudem sollten neue Eventräume im Sinne von Mehrzweckräume mit
    Vorzugskonditionen für Jugendliche bereitgestellt werden, vor allem für private Anlässe (z.B. Partys).
  • Ein verstärkter Ausbau des Nachtnetzes, insbesondere im Oberbaselbiet und Laufental, soll gefördert werden. Zudem sollte der Zuschlag auf dem TNW-Nachtnetz komplett abgeschafft werden. Dies wurde aber schon im letzten November erreicht. Der Nachtzuschlag fällt ab Fahrplanwechsel 2011 weg. Ein Dank an die JUSO!
  • Musikclubs und sonstige „Nightlife“-Locations im Kanton sollen angemessen unterstützt werden (z.B. das Modus in Liestal) und dabei eine Plattform für Künstler in Form von Konzerten oder Aufführungen bieten. Dies kann im Rahmen eines Leistungsauftrags passieren.
  • Jugendliche Bands sollen mehr gefördert werden. Die Förderung kann in Form von Bandwettbewerben oder Bereitstellung von Bandräumen erfolgen.
  • Ruftaxis sollen nicht nur bis zur Gemeindegrenze fahren sondern auch darüber hinaus. Dies dient besonders den Jugendlichen, die nicht explizit bei einer Station wohnen, die am Nachtnetz angeschlossen ist.
  • Es sollen regelmässig Sportnächte in verschiedenen Gemeinden im Baselbiet in Zusammenarbeit mit Sportvereinen stattfinden. Als Vorbild könnte man Basel nehmen, wo eine Sportnacht regelmässig durchgeführt wird. So können auch Jugendliche neue Perspektiven entwickeln, eine Beschäftigung am Wochenende haben und die Sozialkompetenz wird gestärkt. Auch für die Vereine erwachsen dadurch Vorteile durch das Gewinnen von Neumitgliedern.
  • Eine Rabattkarte, welche vom Kanton getragen wird, soll für Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren angeboten werden. Diese Karte soll diverse Vergünstigungen im Kultur- und Sportbereich bieten (wie z.B. Colour Key). Dies soll eingeführt werden, weil die ehemalige Fun Card der BLKB völlig verwahrlost ist und es für Jugendliche weniger Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Das Angebot kann Vergünstigung für das Schwimmbad, reduzierte Preise für Konzertbillets beinhalten.

All diese Ideen und Forderungen werden auch von der JUSO Baselland getragen.

Für mehr Jugendkultur im Baselbiet, denn nur so “rockt” der Kanton.

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