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Feb 15

Plakatloses Oberwil

Die Nationalratswahl 2011 wird als eine Plakatschlacht in die Geschichte eingehen – besonders im Kanton Baselland. 4 Monate später stehen im Baselbiet in den Gemeinden bereits wieder Wahlen vor den Türen. Doch in Oberwil sieht man keine wilde Plakate: Was ist hier passiert?

Ein kurzer Rückblick: Nationalratswahlkampf im September, die Strassen sind mit Plakaten von allen Parteien zugepflastert. Da es im Baselbiet in grossen Teilen keine Regelung von Plakatwerbung gibt, fällt die Wahlwerbung am Strassenrand schlimmer aus als in anderen Kantonen. Selbst das 10vor10 zeigte einen kurzen Beitrag über den Sonderfall “Baselland”. Kurz zusammengefasst: Die Leute hatten durch diesen Überfluss an Plakaten die Nase voll.

Nach den Wahlen fand eine Sitzung in Oberwil mit allen Parteipräsidenten der Ortssektionen statt. In Hinblick auf die verherrenden Situation bei der Verkehrsicherheit bezüglich den vielen “wilden” Plakaten einigten sich alle Parteien darauf, keine Plakate auf öffentliche Grund zu stellen. Stattdessen stellt die Gemeinde an 10 Standorten Ständer auf mit Plakaten von allen Parteien. Dabei unterzeichneten alle Parteipräsidentinnen und Präsidenten eine schriftliche Erklärung. Ausgenommen sind natürlich die Abstimmungsplakate.

Diese Vereinbarung führte dazu, dass es einerseits für alle Parteien gleich lange Spiesse gibt bezüglich Propaganda auf der Strasse, anderseits wurde damit ein Plakatwald verhindert, bei dem ohnehin nur die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. Persönlich begrüsse ich diese Einschränkung der Parteiwerbung. Schliesslich haben es die letzten beiden Wahlen gezeigt, dass möglichst viele Plakate nicht zwingend ein Erfolg hervorrufen.

 

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