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Mar 03

Spannende Ausgangslage

Bildschirmfoto 2013-03-03 um 21.08.46

Die Entscheidung wird vorerst vertagt. Ein Kopf-an-Kopf Rennen lieferten sich heute Eric Nussbaumer und Thomas Weber bei der Ersatzwahl um den freiwerdenden Sitz von Adrian Ballmer und keiner erreichte das absolute Mehr. Doch wieso dieser knappe Ausgang? Eine kurze Analyse.

Lediglich 323 Stimmen trennten heute Nussbaumer (31’472 Stimmen) und Weber (31’149 Stimmen) voneinander. Erwartet abgeschlagen auf dem dritten Platz ist Gerhard Schafroth mit 4’317 Stimmen. Schlussendlich erreichte jedoch keiner der drei Kandidaten das absolute Mehr. Diese Situation führt zu einer spannenden Ausgangslage für den 2.Wahlgang am 21. April.

Drei Faktoren führten meiner Meinung nach zu dieser Patt-Situation:

  • Die Medien unterschätzten im Vorfeld der Wahlen massiv das Wählerpotential von SVP, FDP und CVP. Der Kanton Baselland war schon immer mehrheitlich bürgerlich geprägt, so war es klar, dass es für die linken Parteien im Kanton nicht einfach war, einen bürgerlichen Sitz zu gewinnen. Es brauchte einen unglaublichen Effort.
  • Die Angst der Bürgerlichen mobilisierte ihre Wählerinnen und Wähler massiv, so sind die viele Stimmen für Thomas Weber mehrheitlich auf die Befürchtung vor einer rot-grünen Regierung zurückzuführen. Natürlich gab es auch
    Leute, die Thomas Weber wegen seiner Persönlichkeit gewählt haben. Doch schlussendlich ist es von der bürgerlichen Seite gesehen eine verzweifelte Parteienwahl um die Mehrheit zu retten. Es geht nicht mehr wirklich um die Person, das ist schade.
  • Gerhard Schafroth war insofern ein Spielverderber, indem er gerade die Stimmen für sich gewonnen hat, welche bei den anderen beiden Kandidaten am Schluss fehlten um das absolute Mehr zu erreichen.

Es bleibt jedoch zu sagen: Die SP kann bereits einen Erfolg verbuchen. In einem bürgerlichen Kanton (CVP-SVP-FDP-BDP: ca. 53 % / SP-Grüne-EVP: ca. 42 %) konnte man mit Eric Nussbaumer die Pole Position erobert. Dabei musste der SP-Kandidat viele bürgerliche Wählerinnen und Wähler für sich gewinnen. Dass ist ihm gelungen. So hat nun die SP mit ihrem Kandidaten für den 2.Wahlgang einen leichten psychologischen Vorteil.

Es ist noch vieles offen bezüglich dem 2.Wahlgang. Tritt Gerhard Schafroth nochmals an? Was passiert wenn nicht? Wohin gehen seine Stimmen? In den nächsten Tagen werden sich die Kandidierenden entscheiden müssen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt.

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