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Jan 13

Ausnahmezustand in Oberwil

OberwilSeit dem 1. Januar befindet sich unsere Gemeinde im Dornröschenschlaf, denn durch die Ablehnung des Gemeindebudgets vom 11. Dezember 2014 wurden bis zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung alle Leistungen der Gemeinde auf ein Minimum gedrosselt.

Momentan sind leider alle beschäftigt, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben. Doch die momentane finanzielle Lage der Gemeinde ist nicht die Alleinschuld einzelner Gremien, sondern von uns allen. Das betrifft sowohl den Gemeinderat, Kommissionen wie auch die Gemeindeversammlung. Die Lösung unseres Problems ist es nicht, auf die anderen zu zeigen, sondern gemeinsam Lösungen für ein lebenswertes Oberwil zu erarbeiten.

Es ist so, dass Steuererhöhungen unpopulär sind, Einsparungen sind jedoch noch unpopulärer. Leider geht eine Rechnung nicht auf, wenn mehr ausgegeben als eingenommen wird. Wollen wir nun sparen, stellt sich automatisch die Frage: Auf die Kosten von wem? Viele Ausgaben sind bereits von Bund oder Kanton vorgeschrieben, da kann die Gemeindeversammlung leider wenig unternehmen. Zentral ist jedoch, dass keine Einsparungen auf dem Rücken der Schwächeren unserer Gemeinschaft gemacht werden. Solidarität ist gerade in solchen Zeiten hochzuhalten. Leider treibt die momentane Diskussion einen Keil in unser Schnäggedorf. Dies macht es schwieriger, eine gute und verträgliche Lösung zu erarbeiten. Tragen wir gemeinsam die Steuererhöhung, dafür müssen wir nicht auf das Ruftaxi, das Hallenbad und ein funktionierendes Infrastrukturnetz verzichten.

Schlussendlich hoffe ich, dass möglichst viele von der Bibo Leserinnen und Leser am 4. März an der Gemeindeversammlung die Zukunft von Oberwil mitbestimmen.

Leserbrief für den Bibo am 15.Januar 2015

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