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Jan 19

Bitte mit Augenmass!

Entdeckung_34Wie bereits in meinem Leserbrief von letzter Woche angesprochen, ist es für die nächsten Monate von grosser Bedeutung, dass wir Oberwilerinnen und Oberwiler in der Budgetdiskussion am gleichen Strang ziehen. Ansonsten werden wir nicht weiterkommen. In der momentanen Debatte ist primär das Sparen im Vordergrund. In der Tat, Sparen ist ein legitimes Instrument für einen Finanzhaushalt, doch auch hier gibt es Grenzen. Oder wollen wir unsere Gemeinde kaputtsparen? Für mich ist Augenmass angesagt und darum hat die Gemeindeversammlung im Dezember auch zurecht die übertriebenen Sparvorschläge der FDP abgelehnt.

Der Kern des Defizits sind die Geldflüsse an den Kanton, welche in den letzten Jahren gestiegen sind. Daran können wir nicht rütteln. Auf der anderen Seite wollen wir weiterhin ein lebenswertes Oberwil mit einem breiten Angebot an Leistungen von der Gemeinde. Die Konsequenz daraus ist, dass der Steuerfuss erhöht werden muss. Ob und wie viel dies sein wird – das ist die Entscheidung von uns allen am 4. März.

Auf was ich im Endeffekt raus will? Ich will kein kaputtgespartes Oberwil, in dem es kein Hallenbad, kein Ruftaxi und keinen Apéro für freiwillig und ehrenamtlich tätige Personen mehr gibt. Und das ist nur ein kleiner Teil von Leistungen der Gemeinde, auf welche wir verzichten müssten, wenn die totale Sparwalze kommt. Sorgen wir doch gemeinsam für ein besseres Oberwil und ziehen die Konsequenz, neben dem Sparen auch den Steuerfuss anzuheben – wenn es nicht anders geht.

Schlussendlich muss gesagt werden: Beides können wir nicht haben. Entweder ein breites Angebot an Leistungen der Gemeinde oder tiefe Steuern. Den Batzen oder das Weggli – Beides liegt leider nicht mehr drin.

Leserbrief für den Bibo am 22. Januar 2015

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